Bettina Knörr

Diplom-Oecotrophologin und Heilpraktikerin

  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Artikel Hat mein Kind Übergewicht?
E-Mail Drucken PDF

************************************************************
Hat mein Kind Übergewicht? Neuer Internet-Risiko-Test für Eltern
************************************************************
(aid) - Jedes fünfte Schulkind und jeder dritte Jugendliche hierzulande sind übergewichtig und die Tendenzen sind steigend. Anhand eines Risikotests auf der aid-Homepage können Eltern jetzt ermitteln, ob ihr Kind gefährdet ist , übergewichtig zu werden. Dazu sind online zehn Testfragen zu beantworten und anschließend auf den Auswertungsbutton zu klicken. Auf diese Weise wird eine Gewichtseinschätzung für das Kind vorgenommen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Gewichtskurven downzuloaden und zu kontrollieren, ob das Gewicht des Kindes im Normbereich liegt oder bereits abweicht. Der Risikotest wird kostenlos angeboten unter http://www.aid.de/ernaehrung/kinder_3942.cfm
Immer häufiger ein Problem! Wissenschaftler schlagen Alarm: Jedes fünfte Kind in Deutschland ist zu dick! In den letzten 10 bis 15 Jahren hat sich die Zahl der Übergewichtigen verdoppelt. Übergewicht beginnt inzwischen immer früher. Rund 6 % der Vorschulkinder und jeweils 17 % der Viertklässler und der Achtklässler sind zu dick, besagt eine Untersuchung aus Hamburg.
Baby-Speck und Pausbäckchen wachsen sich aus – so beruhigen noch heute Großeltern die besorgten Mütter und Väter. Doch die Volksweisheit wird von der Wissenschaft als falsch entlarvt: 14% der übergewichtigen Säuglinge und sogar 60 - 80% der übergewichtigen 10- bis 13jährigen werden dicke Erwachsene. Das ist nicht nur ein „optisches“ Problem. Übergewicht ist eine ernst zu nehmende chronische Krankheit, auf die weitere Erkrankungen wie Gelenkschäden, Diabetes oder Arteriosklerose folgen können.
Auch die Seele von übergewichtigen Kindern leidet. Pummelchen, Dickie, Schweinchen Dick, Rollmops, Schwabbelbauch – Hänseleien unter Kindern können grausam sein. Dicke Kinder gelten als faul, undiszipliniert, unfit und werden ausgegrenzt. Die Pfunde nagen am Selbstwertgefühl so sehr, dass sich schließlich viele übergewichtige Kinder nicht mehr unter Gleichaltrige trauen. Bei Sport und Spiel sind sie langsamer und ungeschickter, sie ziehen sich zurück, trösten sich oft mit Essen – ein pfundiger Kreislauf beginnt.
Dabei ist – und das wird oft vergessen – die Neigung zum Übergewicht für viele stark übergewichtige Kinder und Jugendliche ein Schicksal, an dem sie nicht unbedingt schuld sind. Das Körpergewicht wird nämlich ebenso wie die Körpergröße, die Haarfarbe, lange Nasen oder breite Hüften in hohem Maß durch die Gene bestimmt. Jemand, der viel Gewicht auf die Waage bringt, hat eine andere Veranlagung als der, der ganz wenig wiegt. Dabei spielen z.B. die Kalorienausnutzung des Körpers (guter Futterverwerter) oder auch das natürliche Temperament (träge oder lebhaft) zusätzlich eine Rolle.
Neigt ein Kind zum dick werden, dann hat die ganze Familie eine besondere Herausforderung: Gewichtskontrolle. Das bedeutet für Kinder und Jugendliche zunächst einmal, Gewicht zu halten. Jeder Wachstumsschub macht dann schlanker.
Gewicht halten gelingt leicht, wenn die tägliche körperliche Bewegung gesteigert (Fitness-Studio, Fahrradfahren, Treppen steigen, Schwimmen u.s.w.) und die Fettzufuhr mit der Nahrung gesenkt wird. Auch die vor Fernseher und Computer verbrachte Zeit spielt eine Rolle bei der Entstehung von Übergewicht. Spiel und Sport statt Joystick, Fernbedienung und Bildschirm – so lautet das Motto für mollige Kinder und Jugendliche.

Weg mit dem Fett , EU startet Aktionsbündnis gegen Übergewicht
************************************************************
(aid) - Immer mehr Kinder in europäischen Schulen sind übergewichtig: Die Zahl steigt um 400.000 pro Jahr, berichtete die Internationale Forschungsgruppe für Adipositas (IOTF) am vergangenen Mittwoch. Angesichts dieser beunruhigenden Entwicklung hat die Europäische Kommission ein Aktionsbündnis gegen Fettleibigkeit ins Leben gerufen. Vertreter von Industrie und Verbraucherorganisationen, Gesundheitsexperten und Politiker bilden eine europaweite Plattform zur Förderung einer gesunden Ernährung und körperlicher Bewegung. Ähnlich dem deutschen Pendant "Plattform Ernährung und Bewegung", das im vergangenen Jahr gegründet wurde (www.ernaehrung-und-bewegung.de). Mehr als zweihundert Millionen Erwachsene in der EU sind übergewichtig oder fettleibig, vermutet die IOTF. Wer jedoch zu viele Pfunde auf die Waage bringt, gefährdet die Gesundheit. Schwere Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose können die Folge sein. "Europa steht vor einer Adipositasepidemie, die genau so schlimm ist wie die nordamerikanische. Insbesondere die weiter steigende Rate von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Schulkindern macht mir Sorge", schildert Verbraucherkommissar Markos Kyprianou die Problematik. Das Aktionsbündnis hat dem Fett nun den Kampf angesagt: Die Mitglieder der europäischen Plattform werden in den kommenden Monaten Maßnahmen gegen Übergewicht entwickeln. Kyprianou hofft, dass die ersten Initiativen bereits im Jahr 2006 angenommen werden und erfolgreich sind. So sollen Verbraucher künftig besser über die gesundheitlichen Folgen von Fettleibigkeit und mögliche Präventionsstrategien aufgeklärt werden. Dabei stehen Tipps für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie Aktionen zur Förderung von sportlichen Aktivitäten im Vordergrund. Das Gaststättengewerbe möchte durch Speisen mit einem geringeren Salz-, Fett- und Zuckergehalt sowie kleinere Portionen einen Beitrag zur Bekämpfung von Adipositas leisten. Schon jetzt haben einige Süßwarenhersteller zugesichert, direkt auf Kinder ausgerichtete Werbung zu reduzieren. aid, Heike Heinrichs

************************************************************
Vom "egoistischen Gehirn" zum Übergewicht 42. Wissenschaftlicher Kongress der DGE
************************************************************
(aid) - Im Fokus aktueller Ernährungsforschung stehen Aspekte zur Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen. Das so genannte "tödliche Quartett" von Hypertonie, Glucosetoleranzstörungen, Fettstoffwechselstörungen und Arteriosklerose wird immer häufiger auch bei jungen Menschen beobachtet. Das gemeinsame Vorkommen dieser Krankheiten klassifizieren Wissenschaftler unter dem Begriff des Metabolischen Syndroms. So standen auf dem 42. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) das Metabolische Syndrom, die Public Health Nutrition und die molekulare Ernährungsepidemiologie thematisch im Mittelpunkt. Die Erkenntnisse über Zusammenhänge verschiedener Ernährungsfaktoren auf das Erkrankungsrisiko ist eine wichtige Basis, um gezielte Präventionsstrategien gegen Wohlstandskrankheiten entwickeln zu können. Rund 550 Teilnehmer kamen zum jährlichen Treffen für Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler am 17. und 18. März 2005 in Kiel. Über 160 junge Wissenschaftler, Experten und Professoren präsentierten in 126 Posterbeiträgen und 48 Vorträgen ihre neuesten ernährungswissenschaftlichen Forschungsergebnisse. Das breite Themenfeld reichte von der Ernährungsmedizin und den Lebensmittelwissenschaften über Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe bis zur Ernährungsberatung. Prof. Achim Peters von der Universität Lübeck untersucht mit seiner Forschergruppe "Selfish Brain" die Rolle des Gehirns bei der Entstehung von Übergewicht und Diabetes Typ 2. Dabei verfolgt die Gruppe eine neuartige Theorie. Sie vermutet, dass Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck Erkrankungen des Gehirns seien. Das Gehirn konkurriere mit allen anderen Organen, z. B. mit der Muskulatur und dem Fettgewebe um Energie. Es verfolge so zuallererst das Ziel, seine eigene Energieversorgung sicherzustellen. Nur wenn es selbst ausreichend mit Glucose versorgt sei, teile es den anderen Speichergeweben Energie zu. Das Gehirn handelt sozusagen egoistisch oder eigensüchtig (= engl.: selfish). Bei Störungen der Versorgung mit Gehirnglucose sichert sich das Organ seinen Energiebedarf über andere Wege wie Appetitsteigerung und Nahrungsaufnahme, was zu Übergewicht und Diabetes Typ 2 führen kann. aid, Harald Seitz

 

http://www.rosenheim24.de/bayern/bayern/kalorienfalle-weihnachten-sich-schuetzen-koennen-rosenheim24-1519472.html

 

Berechnung Body Mass Index (BMI)


in KG in cm in ganzen Jahren

(c) BMI-Rechner.net | BMI